Die Rassentrennung beginnt im Wallis 1860. Von 1835 bis 1859, Zeitpunkt der ersten Verordnung vom Landtag der Republik über die Einführung von Schauen für männliche Zuchttiere, war der Rassebegriff noch unklar und man bezeichnete die Tiere als Angehörige der kleinen Gebirgsrassen. 1859 wird die Evolèner Rasse zum ersten Mal in den Wettkampf-listen erwähnt, ab 1861 wurde diese dann als Eringer Rasse bezeichnet.
Der definitive farbliche Rassestandard jedoch wurde erst 1885 im Beurteilungsreglement des kantonalen Walliser Viehzuchtgesetzes von 1884 definiert, und zwar wie folgt: ganzheitlich gefärbt, helles Kastanienbraun, schwarz oder rot mit hellem Scheitel auf der Rückenlinie.
Diese Definition einer klaren Rasseidentität zur Abgrenzung der Eringertiere von anderen Schweizer Rassen war notwendig geworden aufgrund einer unsicheren viehzüchterischen Epoche, gekennzeichnet von viel Kreuzungszucht.
Von da an verschwand die Farbmischung als eine der Rassevarianten mehr und mehr.
Da aber die Entwicklung einer Rasse nicht still steht, hat der Verband 2002, auf Wunsch interessierter Züchter, die Farbmischung wieder als Rassemerkmal eingeführt.
Evolèner Rasse
Die Färbung der ursprünglichen Eringerrasse wurde 1867 vom Österreichischen Tierzüchter Wilkens sehr präzise umschrieben und zwar nach dem Besuch einer Alp in der Gemeinde Evolène wo 66 Kühe und 40 Rinder übersommert wurden. Es heißt insbesondere …Der Schwanzansatz, die Naht und der Schopf sind normalerweise weiß, der Bauch und die Innenseite der Gliedmassen sind von hellerer Farbe… Abgesehen von den weißen Flecken am Hinterteil des Tieres findet man ab und zu auch weiße Flecken auf der Stirn. Aber auf der Brust, auf dem Rücken und auf der Flanke hat es nie weiße Flecken.
1934 sagte A. Luisier, Ahnenforscher der Rasse Beim alten Eringer Typ gab es oft Tiere mit einem weißen Streifen unten am Bauch. In vielen Fällen zog sich dieser Streifen von der Brust bis hin zum Schwanzansatz.
Im Grunde genommen betrachtet der Verband heute das Vorkommen der Farbdurchmischung als eine der gefärbten Varianten der Ausgangspopulation und gestattet deshalb die Aufnahme solcher Tiere in die Zuchtbücher der Rasse.
1999 erlaubte eine vom Herdebuch Dienst durchgeführte Erhebung, anhand der Beschreibung einer Auswahl von 73 Tieren, mehrere Arten der Farbmischung festzulegen. Dazu gehören Pinzgauer oder Quadzé, der Typ Pied blanc und der Typ Panachure irrégulière.
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