Die Herden überwintern in den Dorfstallungen von November bis Mitte Mai. Anschließend werden die einzelnen Herden in größere Einheiten zusammengeführt und verschieben sich in die Region der Maiensässe zwischen 1300 und 1800 m über dem Meeresspiegel. Mitte Juni bis Mitte September verbringen die Herden zusammen, zumeist auf Gemeinschaftsalpen. Diese reichen von der Waldgrenze bis auf 2500 m an den Fuß der Gletscher.
Die Alpen zählen etwa 40 bis 160 Kühe. Ab dem Weideaustrieb im Frühjahr bis zu ihrer Rückkehr in die Heimbetriebe nach einem kurzen Aufenthalt in den Maiensässen Mitte Oktober erhalten die Tiere keine Ergänzungsfütterung.
Diese Fütterungstechnik und Weideführung ist besonders naturnah und dokumentiert die sehr umweltschonende Politik.
Da die Gesamtheit der Viehbestände als Wanderherden gehalten wird und damit ein gestaffeltes Abkalben der Kühe nicht möglich ist, kommen 80 % der Kälber zwischen Oktober und Dezember und nur 20 % zwischen Januar und April zur Welt. Der Monat November mit alleine 40 % aller Abkalbungen ist der "fruchtbarste" Monat des Jahres.
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