Wort des Präsidenten

Geschätzte Liebhaber der Eringerrasse,

Ich bin Fabien Sauthier, 59 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder und 3 Enkelkinder. Ich wohne in Vollèges, in der Gemeinde Val de Bagnes in Entremont.

Hiermit möchte ich mich bei allen Delegierten der Genossenschaften für das bei der Briefwahl gezeigte Vertrauen für eine vierjährige Amtszeit als Präsident des SEZV bedanken.

Wie ich bereits beim Interview im Rhône FM gesagt habe, bin ich ein sehr positiv eingestellter Mensch und hoffe, dass ich die Qualitäten habe, den Vorstand zu führen und ihn positiv beeinflussen kann. Ebenso möchte ich die Eringerzüchter vereinen und mobilisieren.

Der Vorstand des SEZV muss in der Lage sein, eine langfristige Vision zu entwickeln und zu kommunizieren, um den kollektiven Wunsch zu erzeugen, dass sich jedes Mitglied an die Umsetzung hält und daran teilnimmt.

Die Kommunikation wird zweifelslos eines der ersten Themen sein, mit denen sich der neue Vorstand befassen wird.

Die soziokulturelle und touristische Rolle der Eringerrasse darf nicht vom Image des Wallis und der Schweiz von morgen verschwinden. Davon bin ich überzeugt…. Die Hälfte der Kantone zählen in ihrer Statistik Eringertiere.

Die Ringkuhkämpfe und Aufalpungen machen unsere Kühe zu wichtigen Botschafterinnen des Tourismus und wie ich oft sage, wäre das Wallis nie so attraktiv ohne seine Kühe… und natürlich ohne die Liebe, die die Züchter, ihnen jeden Tag entgegenbringen.

Was bringt die neue Agrarpolitik für die Zukunft?

Veränderungen…sind schwer zu programmieren oder zu planen, aber sie sind heute täglich präsent und nur die überleben, welche sich anpassen können.

Ich glaube, dass das Ziehen der Handbremse uns in Zukunft nicht weiterhelfen wird. Wir müssen eine Balance zwischen Verteidigung des Traditionellen und Akzeptanz des Neuen finden.

Welche Rolle hat der Bergbauer in Bezug auf den Naturschutz und dem Klimawandel, wenn wir schon heute die Gärtner unseres kulturellen Erbes sind?

Unsere kleinen Strukturen müssen, in Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Landwirtschaft und dem BLW, viel Energie investieren, wenn wir den Zug nicht verpassen wollen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei allen Züchtern.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Frühling und vor allem Gesundheit in diesen schwierigen Monaten.

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.

Beste Grüsse

Fabien